Archiv für November 2011

November 2011 La Gomera/Teneriffa/Gran Canaria/Fuerteventura

02.11.11

Wir haben uns gut wieder eingelebt und geniessen die warmen Temperaturen ( 23°C ) 🙂 Auf der Mon Amour wird immer noch gewerkelt. Wolfgang verkleidet noch die Leitungen der Solar-Panele und Gaby räumt im Inneren so rum (Schränke auswaschen usw)

03.11.11

Wir leben ganz gefährlich………

Im Club Nautico (bei uns gleich um die Ecke) ist ein Felsbrocken in das Clubgelände gestürzt

Der Stein hat einen Durchmesser von ca 1,50m und die Auswirkungen ganz schön riesig. Der Club wurde gleich geschlossen.

4.11.11

Und wieder ein neues Naturereignis. Auf El Hierro brodelt es ja seit einiger Zeit gewaltig. Es wurden einige Hundert Erdbeben in den letzten 2 Monaten verzeichnet und es wurden mehrere Orte evakuiert. Ein Vulkan im Meer droht auszubrechen….

5.11.11

Ein neuer Vulkan schaut bereits vor El Hierro ca 2 m aus dem Wasser. Wen es interessiert, kann unter www.egomera.de alles nachlesen….

Wir bekommen unterdessen heute Besuch von Brigitte und Eppi aus der Heimat. Die beiden machen z.Zt. Urlaub auf Teneriffa und kommen mit der Fähre für einen Tag kurz zu uns. Wir begrüssen die beiden mit einem gemütlichen Frühstück und wir verbringen einen schönen Tag miteinander. Um 17.00 h geht die Fähre wieder zurück nach Teneriffa.

Dienstag, 8.11.11

Wir laden unsere Nachbarn von der SY MARGNA, Claudia, Bernhard und deren Besuch Franka zum Kaffee ein. Gaby hat mal die gloreiche Idee, Sturmsäcke zu backen, aber leider ist daraus nur ein kleiner Windbeutel geworden. Die Dinger wollten einfach nicht grösser werden, aber egal, geschmeckt haben sie trotzdem

Abends erwarten wir unseren Besuch. Carsten kommt um 19.45h mit der Fähre von Teneriffa rüber. Das Abendessen steht bereits auf dem Tisch und das Bierchen ist auch schon kaltgestellt.

Mittwoch 9.11.11

Gleich morgens haben wir einen Leihwagen genommen und werden losziehen, um Carsten die Insel zu zeigen. Heute führen wir ihn zuerst nach Playa Santiago, zum Flughafen und weiter nach Valle Gran Rey. Der Tag vergeht im nu und abends gibt´s zur Belohnung ganz tolle Rindersteaks…..

Donnerstag, 10.11.11

Tag 2 der Inselumrundung. Zunächst sehen wir uns den Ort San Sebastian von oben an, dann geht es weiter nach Hermigua,  Agulo und Vallehermoso. Die Strassenführungen sind einfach genial, es gibt kaum eine Strecke auf der im 3.Gang gefahren werden kann.

San Sebastian von oben

gleich geht es ab in die Berge

sehen diese Bäume nicht hübsch aus?

es sind Benjaminis

Hermigua

Man kann es kaum glauben!

Freitag, 11.11.11

Wolfgang rüstet die Mon Amour für unsere Weiterfahrt nach Teneriffa und ich gehe mit Carsten in die Stadt, um die letzten Einkäufe zu erledigen. Abends gibt es noch einen Umtrunk bei Andy und einen Sun-Downer auf der SY MARGA bei Bernhard und Claudia. Abends bekommen wir noch einen Anruf von Herbert aus Bünde, er hat kurzfristig einen Flug nach Teneriffa gebucht. Also erwarten wir ihn in der Marina San Miguel.

Samstag, 12.11.11

Um 10.00h werden die Leinen losgemacht. Andy bringt Wolfgang noch ein paar Flaschen Weißbier mit (damit er nicht verdurstet) und schon geht´s los nach Teneriffa – San Miguel. Der Wind kommt günstig von Nordost lt. Wetterbericht so 2-3 Beauf. Für Carsten ist es die erste Segeltour und zuerst sah es aus, als ob wir nur motoren könnten, doch es briste sehr schnell auf bis 5 Beauf. Schnell wurden sämtliche Tücher hochgezogen und wir konnten 2,5 Std. wunderbar segeln. Carsten hat alles gut vertragen und nach ca 6 Std. sind wir gut auf Teneriffa angekommen. In der Marina lag die SY BABS, zunächst ohne Rolf Brinkmann aus Bünde, doch nach dem Duschgang sehen wir ihn doch. Gerade angekommen, ganz frisch aus dem Flieger. Zwei Stunden später hat auch Her Bert den Weg vom Flughafen zur Marina gefunden.  Nachdem wir uns alle mit einem flüssigen Sonnenlicht begrüsst hatten, wurden wir von Rolli eingeladen zu knuspriger Ente bei`m Chinesen. Und schon sind alle Bündener (na gut, auch Südlengerer) wieder vereint…..

 

Sonntag, 13.11.11

Jetzt geht´s erst mal ans relexen, aber vorher wird erst dem Befehl des Skippers gefolgt; Schiff schruppen! OK, das war natürlich mit 4 Mann (Frau) auch schnell erledigt. Zum Abendessen gab es mal wieder tolle Steaks. Das Fleisch haben wir noch „importiert“ aus La Gomera.

Montag, 14.11.11

Rolli stellt uns sein Auto zur Verfügung. Die Männer wollen mit der Seilbahn auf den Teide und Gaby möchte ganz in Ruhe für uns 6 Personen das Abendessen zubereiten. Zuerst wird dafür eingekauft und dann sind die Männer erst mal weg …?!

erwischt……. das zum Thema einkaufen

es geht auch anders…

Dienstag, 15.11.11

Carsten muss wieder nach Deutschland zurück. Ein letztes Bild:

ist unser „Prinzesschen“ nicht süss?

Eine Ähnlichkeit mit Sascha Hehn ist doch auch nicht zu übersehen, oder?

Es war schön mit Dir!!!!

Mittwoch, 16.11.11

Wir haben nochmal das Auto von Rolli und fahren nach Santa Cruz, (sehen dort das Kreuzfahrtschiff „Deutschland“ an der Pier) weiter nach San Andrés und durch Anaga und Monte de las Mercedes. Eine Berg- und Waldgegend vom feinsten.

Freitag, 18.11.11

Wolfgang hat sich eine Magenverstimmung eingefangen und bleibt im Bett. Rolf und Hätte legen mit der SY BABS ab Richtung La Gomera und Her Bert und Gaby schnappen sich das Auto und fahren nach Los Christianos. Ich zeige Her Bert die gigantischen Bettenburgen, den Strand und die neueste Methode einer Pediküre. Man hält die Füsse in ein Becken mit vielen kleinen Fischen, die dann die überschüssige Haut einfach wegfuttern. Ok, sieht ganz lustig aus, halten wir doch unsere Füsse auch mal rein. Kaum drin, knabbern die kleinen Viecher schon wie wild. Ich musste mich zwingen, nicht gleich wieder rauszuspringen, denn es kitzelte wahnsinnig. Nach ein paar Minuten aber gewöhnt man sich dran. Her Berts Füsse schienen nicht so zu schmecken, denn die meisten Fische waren bei mir…..

Samstag, 19.11.11

Wolfgang geht es Gott sei Dank wieder gut. Wir können wieder gemeinsam frühstücken und nachher packt Her Bert schon wieder seine Reisetasche für den Rückflug nach Deutschland. Die Woche ist auch schon wieder rum….. Wir bringen ihn zum Flughafen und anschliessend rüsten wir für die Weiterfahrt Richtung Lanzarote. Morgen früh sieht es gut aus mit Wind und Welle und wenn das Wetter so bleibt, wollen wir durchgehen bis Fuerteventura. Das sind ca 150 sm und dafür brauchen wir ca 30 Std. Mal sehen, ob das klappt.

Sonntag 20.11.11

Um 8.30h heisst es ; Leinen los in Teneriffa! Wenn der Wind und die Welle ok sind, soll es in einem durch nach Fuerteventura gehen. Aber…. Es kommt immer anders als man denkt.. Der Wind kam nicht, wie versprochen von Norden, sondern mal wieder von Norstosten, die Welle war ca 3 – 4 m hoch und wir sind so hoch wie möglich am Wind gesegelt. Für Gaby war das natürlich mal wieder nicht so schön und so beschlossen wir, eine Nacht auf Gran Canaria zu ankern und erst mal auszuschlafen. In Pasito Blanco kamen wir um 18.45h erst dann, es war natürlich schon dunkel, aber das war nicht schlimm, denn wir wussten ja genau, wo wir ankern konnten. Wir aßen nur noch unsere übrig gebliebenen „Knifften“ und sind totmüde in die Kojen gefallen. Am nächsten morgen hat Wolfgang schnell unser Cockpit und die Frontscheiben mit dem Wasserschlauch von dem vielen Salz befreien wollen, als er plötzlich mein Schrei aus dem inneren der Mon Amour: „ Pantry unter Wasser“ hörte. Das Küchenfenster war nicht zu L Oh oh……….  Der Gasherd wurde zum Schwimmbecken und das darunter liegende Schapp (Schrank) stand auch unter Wasser.  Trockenlegung ist angesagt. Nachdem alles wieder eingeräumt war, hiess es auch gleich; Anker auf und weiter nach Fuerteventura. Inzwischen zwar es 12.35h Aus den Augenwinkeln heraus entdeckten wir in der Bucht noch ein uns bekanntes Schiff; unser Sorgenkind Marco lag auch hier vor Anker (wir berichteten von diesem Lebenskünstler im Juni)

Für die Überfahrt von Fuerteventura nach Gran Canaria haben wir im Sommer 13 Stunden gebraucht und da uns Wind von Norden versprochen wurde, hatten wir bereits mit 16 Stunden für die Rückfahrt berechnet, aber es kam gaaaanz anders (mal wieder) Nordost-Wind. Wir hofften, dass das nur der Fall bis zur Landabdeckung sein würde, aber auch das war leider nicht der Fall. Mit 1,8 Knoten (zeitweise sogar nur mit 0,7 kn) stampfte sich die Mon Amour durch den Atlantic mit Wellenhöhen bis zu 4 m. Natürlich hätten wir zurückgehen können, aber da streikte Gaby, jetzt wieder 3 Stunden zurück um das gleiche in den nächsten Tagen noch mal zu haben, nein, Augen zu und durch…..  Gegen 19.00h verabschiedete ich mich von Wolfgang und ging in die Koje, aber leider in die falsche, nämlich in die Backbordkoje, bei Steuerbordbug!!!!! Bis jetzt war das nie ein Problem, wenn man quer im Bett liegt. Aber nur bis jetzt…. Bei einer Welle machte es sssssssstttttt und Gaby schoss aus dem Bett. Unter dem Bett steht eine Klappkiste mit Büchern (gaaanz schwer das Teil!) Diese Kiste nun war aber schneller als Gaby und…….  Kiste klein, Gaby gross, Gaby rein.  Da das mit den Größenverhältnissen nun nicht passte, ging das Ganze natürlich nicht ohne Blessuren ab.

Nachdem Wolfgang bei mir unten nach dem rechten schaute, hat er mir gleich ein Schlingerbrett eingelegt. ( das ist in etwa so wie bei einem Krankenhausbett die Seitenteile hochgezogen werden, damit man nicht rausfällt)

Auch immer wieder ein Erlebnis; der Toilettengang. Es ist schon schwer genug, sich im inneren des Schiffes zu bewegen, aber dann auch noch auf die Toilette gehen? Eine Hand an der Hose, die andere hält den Toilettendeckel damit er einem nicht ins Kreuz haut und wie hält man sein Gleichgewicht? In diesen Momenten ist es einfach nur traumhaft, dass der Toilettenraum nicht gross ist und dass man nicht so viele Kleidungsstücke an hat.

Dienstag, den 22.11.11

11.25h haben wir den Anker in der Bucht von Morro Jable – Fuerteventura  ausgebracht. Also kurzum…. Für diese Überfahrt von Gran Canaria nach Fuerteventura von 72 sm haben wir ganze 22 Stunden gebraucht. (Selber schuld) . Jetzt heisst es erst mal ruhen, ruhen, ruhen. Das war mal wieder eine Überfahrt !!!!!!!  Nachmittags haben wir die Mon Amour erst einmal von dem vielen Salz im Cockpit befreit.

Salzpartikel

Mittwoch 23.11.11

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es denn auch gleich wieder weiter. Das nächste Ziel ist Gran Trajajal – Fuerteventura. Nur 21 sm, d.h. für uns ca 5 Stunden. Das klappte auch wunderbar. Nach 5 Std 15 Min. hatten wir den Hafen erreicht. Nur das Anlegemanöver war für uns nicht so schön, (für alle anderen Hafenkino pur). Die grossen Boxen an der Mole waren leider alle belegt und ein Marinero winkte uns an einen Steg. Natürlich briste der Wind nochmals auf bei dem Anlegemanöver und wir lagen plötzlich ganz quer. Erstens lag es natürlich am Wind und zweitens war die Box viel zu klein für uns. Nachdem wir nach 20 Min endlich am Steg fest waren, hat der Marinero eingesehen, das wir so nicht liegen bleiben können. Nach kurzer Besichtigung haben wir uns dann gleich umgelegt und lagen um 18.00h endlich sicher in einer Box. Und… wie das jetzt immer wieder vorkommt, haben wir gleich alte Bekannte von der SY Lady Kathrin angetroffen. Das ist einfach nur schön…. Abends sind wir in den Ort gegangen um eine Pizza zu essen und auf dem Stuhl schaukelte es bei Gaby noch immer wie wild.

Donnerstag, 24.11.11

So, jetzt bleiben wir erstmal hier bis wir das passende Wetter bekommen um weiter nach Lanzarote zu segeln. Bei einem Spaziergang durch den Hafen trafen wir noch so einige Bekannte wieder, u.a. kamen auch gerade Sven und sein Vater von der SY INDIANA ganz frisch aus Deutschland an. Es gab natürlich viel zu erzählen und ruck zuck war es Abend.

Samstag, 26.11.11

Wir bekommen Tagesbesuch aus Deutschland. Syliva, die Tochter von Kalle und Angelika aus Melle macht z.Zt. Urlaub hier auf Fuerteventura und möchte mal einen Tag an unserem Bordleben teilnehmen. Natürlich haben wir uns von der besten Seite gezeigt und sie erst einmal mit einem Glas Sekt begrüsst. Dann ging es über zur Schiffsbesichtigung ( dauert ja unheimlich lange).  Eine kleine Shoppingtour durch den Ort Gran Tarajal stand auch auf dem Programm und danach meldete sich der kleine Hunger. Nachdem die Garnelen dann aufgetaut waren, konnten wir genüsslich unsere Gambas a la Ajio (Garnelen in Knoblauch) verzehren.

Kaum waren wir mit dem Essen fertig, sahen wir ein uns bekanntes Schiff, die SY ON TOP in den Hafen einlaufen. Natürlich haben wir beim anlegen geholfen und sind gleich zu dem obligatorischen Anleger dort geblieben. Zeitgleich kam Sven von der SY INDIANA vorbei und lud uns zum Sundowner ein. (Jetzt sehr Ihr mal, welchen Stress wir haben). Sylvia wollte eigentlich schon längst wieder zurück zum Hotel, aber ihr blieb keine Wahl und musste auch dorthin mit.

Montag, 28.11.11

Wir haben heute zum Abendessen Rüdiger und Sven von der SY INDIANA und Thomas von der SY NES-PUCK zum Essen eingeladen. Es gab mal wieder unsere berühmte Fischsuppe á la Kalle, von der immer wieder jeder Gast total begeistert ist. (Kalle von der SY RAIN; Tausend Dank für das Rezept)

Mittwoch, 30.11.11

Heute steht das Projekt „SSB Funkgerät“ auf dem Programm. Thomas von der NES-PUCK ist Amateurfunker und steht uns mit Rat und Tat zur Verfügung. Durch den „Anbau“ des Geräteträgers funktioniert unser Funkgerät mal wieder nicht so richtig und Thomas hat die Ursache schnell gefunden. Das Kabel vom Tuner zur Antenne war nur zu nah an der Erde!! – Kleine Ursache, grosse Wirkung –

Gleich werden Gaby auch die anderen Funktionen dieses Gerätes erklärt und jetzt sind wir wieder um eine Erfahrung reicher und können evtl. an Gesprächsrunden von Leuten, die auf der Welt unterwegs sind, teilnehmen.