Coronazeit in Deutschland / Juli 2020

Hola Amigos,

endlich….seit dem 7.7.20 sind wir wieder an Bord der Mon Amour; nach 19 Wochen , so lange war die sie noch nie alleine, aber sie hat alles gut überstanden; na ja, bis auf den vielen Sand auf ihr. Zum Sandburgen bauen waren wir ein bischen zu spät, der Sand war schon verklebt:-(

Hier nun ein kurzer Bericht über unsere Zeit in Deutschland;

Am 26.2. flogen wir nach Deutschland, da Wolfgang am 1. und 2.3.20 eine Augen-OP -Grauer Star – (huch, der Name passt zu ihm) in Köln hatte. Nachdem auch die Nachuntersuchung erledigt war, gönnten wir uns einen einwöchigen Urlaub auf der Insel Helgoland. Bis dahin war Corona noch weiter weg, doch das änderte sich dann ja ganz schnell, aber bis dahin haben wir die Zeit auf der Insel sehr genossen. Besonders, weil wir unsere Freunde, Tina und Ronny seit langer Zeit wiedersehen durften. Sie wussten nichts von unserem Besuch, daher waren sie sehr überrascht als wir plötzlich vor ihrer Türe standen. Die Zeit mit Euch war schön und DANKE für die schönen Tage 🙂

Na ja, etwas kühl war es schon….


…aber die Sonne lacht auf die“Lange Anna“

auf der Düne eine Menge Robben!

Am 17.März mussten dann alle Urlauber die Insel verlassen, aber es war eh unser Abreisetag und jetzt ging alles hopp hopp. Aus Angst, überhaupt nicht mehr reisen zu können bin ich dann ganz schnell nach Siegen zu meiner Mutter gefahren und Wolfgang blieb bei seinen Kindern in Bünde. 10 Wochen lang!

Dann wurde ja alles gelockert und wir wollten uns ja auch mal wiedersehen! Wolfgang hat dann kurzerhand nochmal einen Kurzurlaub, diesmal auf Rügen gebucht.

Am 2. Juni ging es früh los, wir wollten nur bis Hannover auf der Autobahn fahren und dann quer durch, die Sonne hat uns diese Entscheidung leicht gemacht, es war einfach herrlich, durch so viele Ort zu fahren. Nach 7 Stunden haben wir unser Ziel, Wiek auf Rügen erreicht. Die FeWO direkt am Hafen mit einem Super schönen Blick, einfach wunderschön;


Kreidefelsen



Gleich am nächsten Tag, natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück, schauten wir uns zuerst Sassnitz an und machten eine Bootsfahrt zu den berühmten Kreidefelsen.

Als nächstes Ziel stand Binz auf unserem Programm, ein schönes Strandbad mit wunderschönen alten Häusern. Nur waren uns hier einfach zu viele Leute unterwegs, da haben wir uns verzogen zu den Sandburgen;

Binz

Jedes Jahr findet hier eine Sandskulpturen-Ausstellung statt. Dieses Jahr taucht man in die Welt der heiligen Schrift ein. Der Turmbau zu Babel, Moses Flucht aus Ägypten, der Kreuzweg Jesu, Adam und Eva, das Abendmahl u.v.a.m.

Künstler aus Russland, Weißrussland, Estland, Lettland, Ungarn, Polen, Holland u.a. schaffen diese Kunstwerke vom winzigen Sandkorn. Zunächst werden Sandblöcke gepresst und aufeinandergestapelt. Hieraus modellieren die Künstler dann Gebäude, Gesichter und Landschaften. Der benutzte Sand ist aber nicht aus der Ostsee, sondern eigens aus Holland eingeschifft. Er ist besonders jung und scharfkantig und somit einfacher zu verarbeiten. Faszinierend……..

Nächster Besichtigungspunkt; Baumwipfelpfad Rügen. Ein 40m hoher Holz-Aussichtsturm, der einem Adlerhorst nachempfunden wurde.Der Fußweg schraubt sich über mehrere Etagen spiralförmig in die Höhe und umrundet dabei zunächst erst den massivem Stamm, dann die Äste einer sehr alten und 30m hohen Buche, bis hin zur Baumkrone und darüber. Von oben haben wir einen wunderschönen Ausblick auf die Ostsee.

Nächster Tag; Prora:

Hier ein schöner Bericht, den ich aus dem Internet habe; Quelle;
https://www.ndr.de/geschichte/schauplaetze/Prora-Der-Koloss-von-Ruegen-,prora113.html

Viereinhalb Kilometer misst das längste Bauwerk der Nationalsozialisten. Auf der Insel Rügen legt die NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) am 2. Mai 1936 den Grundstein für die Ferienanlage in Prora, die aus acht aneinandergereihten baugleichen Häuserblocks besteht. Dabei handelt es sich um eines der wenigen Monumentalprojekte der Nationalsozialisten, das zumindest zum Teil verwirklicht worden ist. Die vorrangig vom Architekten Clemens Klotz entworfene Anlage an der Ostsee zwischen den Orten Binz und Sassnitz dokumentiert eindrucksvoll den Größenwahn der NS-Zeit. Der Gesamtentwurf wird auf der Weltausstellung in Paris 1937 sogar mit dem Grand Prix ausgezeichnet.

In Prora soll sich der deutsche Arbeiter zu günstigen Preisen erholen und neue Kraft tanken. Der „Koloss von Rügen“, nur 150 Meter vom Strand entfernt, ist für 20.000 Menschen konzipiert. Jeder der acht Blöcke – ursprünglich sind sogar neun geplant – ist 550 Meter lang und verfügt über sechs Stockwerke. 10.000 Zimmer sollen am Ende fertiggestellt sein. Die geplante Ausstattung der nur 2,5 mal 5 Meter großen Zimmer ist – gemessen an heutigen Maßstäben – sehr einfach gehalten: zwei Betten, eine Sitzecke, ein Schrank und ein Waschbecken. Sanitäre Einrichtungen befinden sich in den Treppenhäusern der Blocks. Aufgrund der langgezogenen Bauweise bekommt jedes Zimmer Meerblick. Die Kosten für das Projekt werden damals auf etwa 237 Millionen Reichsmark taxiert, die heute rund 850 Millionen Euro entsprächen.

Der Zweite Weltkrieg verhindert allerdings eine Nutzung Proras als Ferienanlage. 1939 ist lediglich der Rohbau fertig, nicht jedoch die Schwimmbäder, die große Festhalle und die meisten Wirtschaftsgebäude. Geplant sind eigentlich auch ein Aufmarschplatz und Kaianlagen, die ein Anlegen von Seebäderschiffen ermöglichen sollen. Die Nazis stoppen die Bauarbeiten zu Kriegsbeginn. Sie nutzen Prora als Ausbildungsstätte für Luftwaffenhelferinnen und ein Polizeibataillon. 1943 werden Teile der südlichen Blocks ausgebaut, um Ersatzquartiere für ausgebombte Hamburger zu schaffen. Von 1944 an dient die Anlage der Wehrmacht als Lazarett. Gegen Ende des Krieges finden dort auch Flüchtlinge aus den früheren Ostgebieten eine Bleibe.

1945 sprengt die Rote Armee Teile des Nordflügels, die jedoch lediglich schwer beschädigt, nicht aber zerstört werden. Etwa 2,5 Kilometer Gebäude sind daraufhin noch nutzbar, die restlichen zwei Kilometer Ruine.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 übernimmt die Bundeswehr die Anlage, stellt die Nutzung Ende 1992 aber ein und verlässt Prora. Seit Anfang 1993 ist das Gelände öffentlich zugänglich. 1994 wird Prora unter Denkmalschutz gestellt.

Wir haben hier eine Führung gebucht und der obige Bericht kann alles sehr gut erklären. Nur wohnen möchten wir hier so eher nicht……

Nächster Tag;

Kap Arkona ist eine 43m hohe Steilküste aus Kreide und Geschiebemergel und ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Rügens mit jährlich ca. 800.000 Besuchern. Jetzt ging es hier recht beschaulich zu. Es befinden sich hier zwei Leuchttüme, und ein ehemaliger Marine-Peilturm, zwei Bunker (die wir nicht besichtigen konnten, und diverse Künstlerwerkstätten.

Ja, das war jetzt Rügen, eine wunderschöne Woche ging leider viel zu schnell vorüber, es gab doch noch sooo viel zu sehen! Das nächste Mal..

Nach Rügen fuhren wir nochmal zu meiner Mutter nach Siegen und blieben dort noch 10 Tage. Jeden Tag besuchten wir die Internetseite des Auswärtigen Amtes um zu sehen, wann wir wieder auf die Canaren fliegen können. Und siehe da; Ab 1. Juli dürfen wir wieder und rasch wurde der nächste Flug, am 7.7.20 gebucht. Die letzten Einkäufe wurden dann in Bünde erledigt und 48 Std. vor dem Flug den QR-Code vom Spain Travel Health angefordert.

Am 6. Juli sind wir dann um 23.45h ab Bünde mit dem Zug nach Düsseldorf gefahren, der Flug ging morgens um 7.05h Das Borading ging ganz gut vonstatten, der Flieger war gut besetzt, aber nicht voll. Wir hatten in unserer Reihe einen Platz frei. Das Aussteigen auf La Palma fanden wir besonders gut. Nach der Landung sollten alle sitzen bleiben (wurde auch gemacht!) und es wurden je 5 Reihen aufgefordert, den Flieger zu verlassen. Kurz vor der Gepäckausgabe wurden wir schon gefragt, ob wir den QR-Code auch haben, damit keine Stau´s entstehen. Weiter unten waren dann die Kameras mit den elektronischen Fieberthermometern aufgebaut und wir mussten den Code einscannen. Dann ging es weiter zum Gepäck, nur vereinzelte Personen am Band und das Gepäck war schon da! So easy und schnell sind wir eigentlich noch nie aus dem Flieger gekommen!!

So, und nun sind wir die nächsten Tage damit beschäftigt, die Mon Amour wieder in Schuss zu bringen. Der Sand an Bord entpuppt sich als sehr hartnäckig und schmierig. Zwischendurch machen wir immer mal einen Ausflugstag, wie z.B. einen Tag in Santa Cruz de la Palma. Die große Bajada de la Virgin mit dem Zwergentanz, die nur alle 5 Jahre stattfindet, ist auf das nächste Jahr verschoben, aber dafür gibt es jetzt so eine Art Museum.

Sonntag, 12. Juli 2020

Nach den Arbeitstagen fahren wir heute mit Ulli und Roland zum Markt nach Puntagorda. Dieses Wochenende findet der Markt das erste Mal wieder statt und es geht ganz gesittet zu; es darf nur eine bestimmte Anzahl von Menschen hinein, einer raus, einer rein, vorher wird Fieber gemessen und aufgepasst, dass man sich die Hände desinfiziert. Durcheinandergehen is nich, es geht nur in eine Richtung. So einige Künstler haben ihren Stand noch nicht besetzt, es ist noch leer.

Weiter geht unsere Fahrt über den Norden auf die andere Seite der Insel. Wir wollen zum Charco Azul, den natürlichen Pool, aber er ist noch nicht eröffnet. Ein kurzer Abstecher nach San Andres, hier wollten wir einen Kaffee trinken, aber in den 2 Restaurants, die es dort gibt, gibt es leider keinen Platz für uns. Ok, dann fahren wir nach Los Tilos, in den Lorbeerwald mit dem schönen Wasserfall. Hier bekommen wir auch einen Kaffee.

Dienstag, 21. Juli 2020

Arbeitsfreier Tag und Ausflug in den Süden nach Fuencaliente. Zunächst machen wir einen Stop in Las Manchas am Plaza La Glorieta, ein kleiner schöner Platz mit Mosaiken, Skulpturen, Bänken und Pergolen, der von dem palmerischen Künstler Luis Morera entworfen wurde.

Weiter unten im Süden machen wir eine kleine Wanderung auf dem Vulkan San Antonio und haben eine wunderschöne Aussicht auf die Bananenplantagen und die Weinberge. Der Rückweg zog sich dann leider in die Länge, da fast auf der gesamten Strecke fleissig an der Straße gebaut wird. Die Kurven werden begradigt und dementsprechend heftig arbeitet der „Kanarenspecht“ (Bagger mit Hammer, der die Felsen zerkleinert)

Donnerstag, 23. Juli 2020

Auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz an Bord. Es gibt heute;

mmmh, lecker






Freitag, 31. Juli 2020

Nicht das Ihr denkt, es wird langweilig, aber beim Stöbern im Internet bin ich da auf eine Verwertung gestoßen, die uns (bzw. Wolfgang) gerade recht kommt. Ich brauche zum Basteln Dosenverschlüsse……

hier das Ergebnis: